Sonntag, 12. Juli 2015

Brombeer - Holunderbeeren Konfitüre



Hallöschen :)

in der letzten Woche habe ich verschiedene Sorten Konfitüre gekocht und für euch das Rezept der Brombeere-Holunderbeer Konfitüre mitgebracht. Es ist natürlich ziemlich praktisch, wenn man in der Schule einen Riesen Busch voller Brombeeren hat und davon ein paar mitnehmen darf :P
In Kombination mit den etwas säuerlichen Brombeeren, hat der Holunderbeerensirup, den ich noch hatte sehr gut gepasst, sie schmeckt einfach super.


Bevor ich aber zum Rezept komme, dachte ich gibt es allgemein mal ein wenig Info, was Marmelade, Konfitüre und Co. angeht.
Jeder kennt sie: Marmelade, Konfitüre, Konfitüre Extra, Gelee und Fruchtaufstriche stehen, aber was ist den eigentlich der Unterschied?

Marmelade: Laut EU-Vorschrift dürfen nur Brotaufstriche so genannt werden, die aus Zitrusfrüchten hergestellt wurden, wie zb. Zitronen.

Konfitüre: Konfitüren enthalten erheblich mehr Zucker als sie Früchte enthalten. Auf eine Menge von 1000g müssen mind. 350g Frucht enthalten sein. Wichtig ist aber das die lösliche Trockenmasse (Zucker, etc.) mind. 60% der Gesamtmenge enthalten muss.

Konfitüre Extra: Bei dieser Konfitüre ist ein Fruchtgehalt von mind. 450g pro 1000g Gesamtgewicht enthalten.

Gelee: Beim Gelee wird laut der Verordnung nur Fruchtsaft bei der Herstellung verwendet und keine ganzen Früchte.

Fruchtaufstrich: Dies sind Aufstriche aus Zucker und eingekochten Früchten, welche aber unter keiner der oben genannten Kategorien fallen.



Egal was bei uns zuhause gegessen wird, wir sagen zu allem Marmelade und das ist denke ich bei den meisten auch so :)

Welchen Zucker verwende ich?

Im Supermarkt findet man oft Gelierzucker mit 1:1, 2:1 oder 3:1. Ich bevorzuge die 3:1 Variante, da es nicht so viel Süße enthält und die Frucht viel mehr zur Geltung kommt, aber das ist natürlich Geschmacksache. Generell gilt, umso mehr Zucker enthalten ist, desto länger ist die Marmelade haltbar.
Wer jedoch kein Gelierzucker sondern normalen Zucker verwenden möchte, mischt Frucht und Zucker im Verhältnis 1:1, gibt noch etwas Zitronensaft, zum Brechen der Süße hinzu und kocht diese auch deutlich länger auf, als bei der Verwendung von Gelierzucker, denn nur so kann der natürliche Gelierprozess herbeigeführt werden. Für die Stabilität und Bindung gibt man noch Pektin hinzu oder einfach die Schale eines Apfels, welcher natürliches Pektin enthält.

Wer seine Marmelade noch etwas aufpassen möchte, kann dies mit Gewürzen, Likören, Sirup oder auch Kräutern wie Basilikum tun.



Zutaten für ca. 4 Gläser (230g):

  • 700g Brombeeren
  • 235g Gelierzucker (3:1)
  • einen kleinen Schuss Zitronensaft 
  • ca. 80g Holunderbeerensirup ( je nach Geschmack auch weniger)

+ 4 Marmeladegläser mit Deckel
+ Aufkleber zum Beschriften


Zubereitung:

Zunächst wascht ihr eure Gläser mit heißem Wasser aus und trocknet diese ab.
Früchte waschen und mit den restlichen Zutaten in einem Topf vermischen.
Achtet darauf einen Topf zu nehmen, bei dem diese Menge max. die Hälfte des Topfes füllt.
Mit einem Stabmixer alles gut durchixen. Die Marmelade unter rühren aufkochen. Für etwa 4 Minuten kochen lassen und dabei rühren. Ich fülle mir die Marmelade dann erst in einen Messbecher, denn so lässt es sich sauber in die Gläser einfüllen. Gläser bis zum Rand füllen, gut verschließen und ca. 5min. umgedreht auf dem Kopf stehen lassen.

Sind die Gläser abgekühlt, Etiketten aufkleben und die Gläser an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren, zb. im Keller.


Ich habe natürlich schon ein wenig davon genascht und sie schmeckt super! Die Säure der Brombeeren und die Süße der Holunderbeere passen perfekt zusammen.
Nächste Woche werden gleich noch ein paar mehr gepflückt und verkocht, damit wir auch über den Winter unsere Marmeladen noch genießen können.
Euch viel Spaß beim Nachmachen und vernaschen :)




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