Sonntag, 31. Mai 2015

Vegane Hochzeitstorte



Limonige Lavendel Beeren Entzückung
Eine vegane Hochzeitstorte

Die Verantwortung eine Hochzeitstorte für eine gute Freundin zu backen kann einem schon manche Schweißperle auf die Stirn zaubern. Die Verantwortung eine vegane Hochzeitstorte zu kreieren kann dann einem sogar schon so manch schlaflose Nacht bescheren. Als nicht Veganerin stand ich vor einer echten Herausforderung, die mir am Ende mehr Spass gemacht hat, als ich am Anfang gedacht hätte und ich je zugeben würde! Oh!

Welche Nichtveganerin erdreistet sich hier? Gyöngyi vom Blog Das Süße und der bittere Rest. Ein geekiger und detailverliebter Lifestyle und Foddblog, den ich seit 2011 schreibe. Mit dem Backen fing ich etwa 2002 an. Ich sollte zu Geburtstagsfeiern immer mein selbstgemachtes Tiramisu mitbringen! Das wurde mir auf die Dauer etwas langweilig. Ich begann neue Rezepte auszuprobieren und bevor ich mich versah, quillte mein Bücherregal nur so über vor Back- und Tortendekorationsbüchern und aus meiner Küche wurde ein Fundus für Backformen, Utensilien und Zutaten. Neben meiner Backleidenschaft plane und feiere ich unheimlich gerne ganzheitliche Partys auf denen von der Dekoration über das Essen bis hin zur Musik alles zusammenpasst. Ich bin gerne Gastgeberin und liebe es meinen Gästen ihre Begeisterung anzusehen, wenn sie die Kleinigkeiten entdecken, die ich mir ausgedacht habe, damit sie eine schöne Zeit haben. Unter all diesen Vorraussetzungen kam auch diese Hochzeitstorte für eine gute Freundin zu Stande.

Meine Tipps fürs frustfreie Nachbacken dieser Entzückung
Das Kompott für die Füllung der Torte kocht man am Besten einen Tag vorher, damit es standesgemäß abkühlen, sich setzen und den Geschmack entfalten kann. Der Gelierzucker sollte das pflanzliche Geliermittel Pektine enthalten, das vegan ist, wie etwa von der Marke Südzucker. Wenn wir schon bei Zutaten sind: Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, könnt Ihr mit Sojola nichts falsch machen. Bei pflanzlichen Margarine sollte man die Liste der Inhaltsstoffe studieren, denn manche enthalten tatsächlich Milch. 
Um die Torte wie abgebildet nach zu backen solltet Ihr das Grundrezept mal vier nehmen. Ich verwendete Backformen in den Größen 30 cm , 25 cm, 20 cm , 15 cm. Das Grundrezept ist für eine runde Backform mit einem Durchmesser von etwa 22 cm gedacht oder zwei kleinere mit je 15 cm. Die Böden gehen etwas auf aber für meinen Geschmack nicht genug um diese in der Mitte zu teilen. Ich habe acht einzelne Böden gebacken, denn durchschneiden erfordert nicht nur Nerven sondern endet oft im diagonalen Fiasko wenn der Boden die Höhe nicht hergibt. 
Die Herstellung der Buttercreme ist denkbar einfach und ein überschlagen mit der Küchenmaschine oder Handrührer ist hier unmöglich. Wenn etwas von der veganen Buttercreme übrig bleibt, könnt Ihr diese problemlos einfrieren. Bei Bedarf einfach auftauen lassen, einmal aufschlagen und sie ist fertig zum Verzehr oder Gebrauch. 

Zuletzt noch der Hinweis, dass die Kühlung der Böden sehr lange dauert. Nicht wundern. 


Zutaten 

Für den Teig
  • 275 g Mehl
  • 100 g Johannisbrotkernmehl
  • 2 Teelöffel Natron
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 450 ml Sojamilch
  • 2 Teelöffel Obstessig (Himbeere, Apfel…)
  • 275 g brauner Zucker
  • 320 ml Sonnenblumenöl
  • 2 Esslöffel Zitronenextrakt
  • Eine Prise Salz

Für die vegane Buttercreme (amerikanische Art)
  • 250 g Sojola oder pflanzliche Margarine
  • 500 g Puderzucker
  • 2 Esslöffel Sojamilch 
  • 2 Teelöffel Zitronenextrakt

Für das Beerenkompott 

1 kg gemischte Tiefkühlbeeren (aufgetaut)
500 g Gelierzucker 2:1
1 Esslöffel getrocknete Lavendelblüten

Für die Tortendekoration
  • Puderzucker
  • frische Beeren nach Geschmack
  • frische essbare und nicht essbare Blüten für die Dekoration
  • Tortenstäbe zum Stabilisieren oder dicke Papierstrohhalme


Anleitung

Für das Kompott
  1. Aufgetaute Beeren mit dem Gelierzucker und den Lavendelblüten in einen Topf geben und laut Packungsanweisung aufkochen. 
  2. Fertiges Kompott in ein Glas füllen und verschließen.

Für den Teig 
  1. Ofen auf Umluft und auf 160 Grad vorheizen. Backformen ausfetten und Boden mit zugeschnittenem Backpapier auslegen. 
  2. Mehle mit Backpulver, Natron, Backpulver und Salz mischen und zweimal sieben.
  3. In einer zweiten Schüssel die Sojamilch, Essig, Zucker, Öl und Zitronenextrakt verquirlen. Zur Mehlmischung dazugeben und solange verrühren bis alles sich gut verbunden hat. 
  4. Teig in die vorbereiteten Backforme(n) füllen und im vorgeheizten Backofen 45 Minuten backen. Nach der Backzeit mit den Holzstäbchentest die Garprobe machen. Die Mitte des Kuchens sollte leicht zurückspringen, wenn man sie leicht herunterdrückt. Wenn man unsicher ist lieber dem Kuchen weitere 5 - 10 Minuten im Ofen gönnen. 
  5. Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Backform auskühlen lassen bis man ihn auf ein Rost zur vollständigen Auskühlung geben kann.   

Für die vegane Buttercreme 
  1. Margarine und Puderzucker erst langsam dann mit höherer Geschwindigkeit zusammen aufschlagen. 
  2. Sojamilch und Zitronenextrakt hinzugeben und so lange weiterrühren, bis diese fluffig und blass wird. 

Torte zusammensetzen
  1. Vegane Buttercreme in einen Spritzbeutel mit einer großen offenen Sterntülle geben (z. B. von Kaiser 51-0 Größe 15mm). Damit am äußeren Tortenrand einen Kreis spritzen, eventuell einen zweiten oder sogar dritten bei einem Tortenboden von 30 cm. 
  2. Dies bildet einen Barriere für das Beerenkompott, welches nun die Mitte gegeben wird. 
  3. Zweiten Tortenboden draufgeben und etwas andrücken. 
  4. Für eine mehrstöckige Torte, die Stabilisierungsstäbe auf Höhe der Torte kürzen und in ungeraden Zahlen in der Mitte der Torte so hineindrücken, dass man sie später unter der nächsten Ebene nicht sieht. 
  5. Torte nach Lust und Laune mit Beere und Blüten dekorieren und als krönenden Abschluss mit Puderzucker bestreuen. 

So da sind wir. Das letzte Rezept für diesen tollen vaganen Backmonat ist nun da. Ich freue mich das so viele tolle Blogger daran teilgenommen haben und für die leckeren Kreationen.
Als krönender Abschluss, dachte ich, passt diese tolle Hochzeitstorte doch perfekt. Bevor ich die Bilder zugeschickt bekommen hatte, habe ich mir als überlegt wie sie denn aussehen wird und ich muss sagen sie sieht super aus. Man braucht nicht immer Fondant um eine Torte schön aussehen zu lassen, das Brautpaar hat sich bestimmt sehr gefreut.
Ich hoffe euch hat die Aktion auch super gefallen und ihr konntet euch ein paar Ideen holen :)
Genießt euren Sonntag, ich gehe jetzt eine Runde Marmelade kochen ;)

1 Kommentar:

  1. Was ein gelungener Abschluss! Die Torte sieht ja wirklich haaaammermäßig aus!!! Und lecker war sie bestimmt auch :))) Vielleicht kommt ja bald mal wieder so ne tolle Aktion :) Aber jetzt musst du auch mal wieder ran Michéle ;)

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